Zeitungsartikel: Kolibri punktet mit „Kaffeepott“

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    4WheelFreestyle
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    Der Kölner Stadtanzeiger, Bereich Rhein Sieg / Bonn hat einen Artikel über die Slalom Skaterin Janin Gottschling aus Bergische Gladbach veröffentlicht.

    Unter dem Titel “Kolibri punktet mit Kaffeepott” gibt Janin unter anderem Interview zu Ihrer Leidenschaft rund um Hubschrauber und vorallem um Freestyle Slalom.

    Das Interview bzw. den Artikel könnt Ihr Euch online auf der Homepage des Rhein/Sieg Anzeigers ansehen.

    http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/ … 3578.shtml

    Quote:
    Kolibri punktet mit „Kaffeepott“

    Von Julia Lappert, 26.08.10, 15:33h, aktualisiert 26.08.10, 15:51h

    Janin Gottschling ist erfolgreich auf acht Rollen unterwegs. Auf ihren Slalom Skates nimmt die 17 Jahre alte Schülerin, die es farbenfroh mag, an Wettkämpfen teil. Dabei kommt es auf Technik und Stil an. Auch waghalsige Tricks gehören zu der Sportart.

    Die Rollen-Virtuosin Janin Gottschling in Aktion. (Bild: privat)

    BERGISCH GLADBACH – „In Köln bin ich einfach nur der Kolibri'“, sagt Janin Gottschling und lacht. Beim Anblick der 17 Jahre alten Schülerin aus Bergisch Gladbach wird schnell klar, dass dieser Spitzname nichts mit der gleichnamigen Karnevalsgruppe zu tun hat. Pink und Blau sind Janins Lieblingsfarben und die trägt sie nahezu überall. Die Haare, der Lidstrich, die Fingernägel und ihr Shirt sind in den schrillen Farben gehalten. Am wichtigsten ist aber, dass auch die Rollen ihrer Slalom-Skates pink und blau sind

    FOTOLINE: Janine Gottschling ist auf Inline-Skates unterwegs [10 Bilder]

    Janin Gottschling ist derzeit Deutschlands Nummer eins unter den Slalomskaterinnen auf acht Rollen, obwohl sie erst seit eineinhalb Jahren skatet. Mehrmals im Jahr fährt sie auf Wettkämpfe, so genannte Battles, um ihre Top-Platzierung halten zu können. Um die mitunter weiten Reisen finanzieren zu können, arbeitet sie bei der Skateschule NRW als Trainerin. Sie bringt Kindern und Erwachsenen einfaches Inlineskaten bei, betreut aber auch eine Schülerin, die wie sie das Slalom-Skaten für sich entdeckt hat. Dabei kommt es vor allem auf Technik, „Style“, Schnelligkeit und Kombination an.

    Dreimal 30 Sekunden haben die Skater Zeit, auf vier Bahnen ihr Können zu zeigen. Die Bahnen bestehen aus zehn bis 20 bunten Hütchen, die jeweils in Abständen von 50, 80 und 120 Zentimetern aufgestellt werden. Eine Jury bewertet die Leistungen der Sportler, doch klare Richtlinien gibt es nicht: „Oft wird sehr subjektiv bewertet, je nachdem, was den Judges wichtiger ist“, sagt Janin Gottschling. So kam auch sie schon mal eine Runde weiter, obwohl eine andere Skaterin eigentlich besser war. Einem Jurymitglied hatte Gottschlings Stil aber so gut gefallen, dass sie mehr Punkte bekam.

    Der Freestyle-Slalom lebt vor allem von den waghalsigen Tricks, die im Fahren gemacht werden. Einer von Janin Gottschlings Lieblingstricks ist der „Kaffeepott“. So wird der Bodentrick aber natürlich nur unter den Kölner Skatern genannt, die wie Gottschling in der Altstadt am Rheinufer trainieren. Beim „Kaffeepott“ geht sie, während der Fahrt in die Hocke, streckt ein Bein aus und hält den Skate mit einer Hand fest. Der Trick kann vorwärts und rückwärts gefahren werden und nennt sich dann „Kaffeepott forward“ oder „Kaffeepott backward“.

    Bei so vielen Anglizismen liegt die Annahme nahe, dass der Sport aus den USA kommt. Doch tatsächlich ist das Zentrum der Szene in Paris – rund um Sebastien Laffargue, den Urvater des Sports. Die Szene lebt vor allem von europäischen und asiatischen Skatern. Laffargue sitzt oft selbst in der Jury und besitzt eines der wenigen Labels, die Slalom-Skates produzieren. Bis zu 350 Euro kann ein Paar kosten. Die Rollen haben unterschiedliche Breiten, damit die Skater wendiger sind. Außerdem ist die Schiene (Frame), die die Rollen zusammenhält, wesentlich kürzer als bei Inlineskates. Slalom-Skater fahren ohne Bremsen und Schutzkleidung. „Mit Schonern wären die meisten Tricks gar nicht möglich“, erklärt Janin Gottschling, die auch in dem Showteam „Styleskaters“ der Skateschule NRW mitfährt. Denn mit der Plastikschiene am Handgelenk könnte sie ihren Skate beim „Kaffeepott“ nicht festhalten.

    Seit anderthalb Jahren geht die Gladbacherin ohne ihre Skates nicht mehr aus dem Haus. Selbst zum Unterricht an der Integrierten Gesamtschule Paffrath fährt sie auf Skates. „Das ist für mich einfach die Perfektion auf acht Rollen“, sagt die 17-Jährige und strahlt. Nach ihrem Abitur möchte sie Hubschrauberpilotin werden – bei der Bundeswehr. Der individuelle Sport steht zwar im Gegensatz zum militärischen Gehorsam, doch für Janin Gottschling passt das trotzdem zusammen. Die private Ausbildung sei schlichtweg zu teuer, deswegen strebt die Jugendliche die Offizierslaufbahn an. „Jedem ist klar, dass ich mal einen pink-blauen Hubschrauber fliegen werde“, sagt die Schülerin und lacht. Wie bestellt, fliegt während des Interviews plötzlich ein Hubschrauber draußen vorbei. Gottschling erklärt, ohne aus dem Fenster zu schauen: „Das ist ein Robinson R 44, der ist blau und gelb.“ Verliebt hat sie sich aber in die Maschine eines anderen Typs. Ihre Leidenschaft gilt der „BELL-UH 1D“. „Wenige Leute können meine Liebe zu einem fliegenden Stück Blech verstehen“, sagt sie. Dass sie Hubschrauberpilotin werden will, weiß sie, seit sie sechs Jahre alt ist. Schnell hat sie das Foto auf ihrem Laptop gefunden, dass sie als kleines strahlendes Mädchen vor einem Hubschrauber zeigt.

    #84880

    NoseBear
    Teilnehmer

    netter artikel macht was her

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